Energie

Die Gorlebenlüge

Taz | 14. April 2010

Greenpeace hat in den letzten Wochen 12.000 Seiten zu Gorleben durchforstet: Bei der Standortsuche wurde getürkt. Das kann bald jeder Bürger im Netz nachlesen.


"Mathias Edler und andere Atomexperten von Greenpeace haben in den letzten Wochen 12.000 Seiten Kabinettsprotokolle, Vermerke, Studien durchforstet. Edler sagte am Dienstag, es habe "nie" ein offenes Auswahlverfahren gegeben - "Geologische Kriterien spielten eine untergeordnete Rolle". Es ist Mitte der 1970er-Jahre, die Bundesregierung beauftragt die Kernbrennstoff-Wiederaufbereitungsgesellschaft (Kewa), ein "nukleares Entsorgungszentrum" zu suchen. Das niedersächsische Wirtschaftsministerium schreibt am 10. Februar 1976 an die Staatskanzlei: "Aufgrund der von der Kewa überprüften Standortvoraussetzungen ergibt sich … folgende Rangfolge: Börger, Weesen-Lutterloh, Ahlden." Drei niedersächsische Orte - von Gorleben keine Rede."

http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/die-gorlebenluege
http://www.gorleben-akten.de

Alternativen zu Gorleben
Möglicherweise eigneten sich wasserdichte Gesteinsschichten aus Ton besser als der Salzstock in Niedersachsen, um den Strahlenmüll zu vergraben, sagen Geologen. Vor allem süddeutsche Unionspolitiker wehren eine neue Suche aber ab: Tonreiche Schichten liegen im unionsgeführten Bayern und Baden-Württemberg.

Marode AKWs | Wachsende Risse in den Rohren

Taz.de | 2. Februar 2010 | Studie zu maroden AKWs

Eine Studie untermauert die Gefahr von Stahlrissen im AKW Isar I. Das unterschätzte Phänomen ist auch in anderen Reaktoren ein Problem – je älter sie sind, desto mehr.

von Armin Simon

http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/wachsende-risse-in-rohren/