Afghanistan

Afghanistan-Einsatz | Man kann auch Nein sagen

"Von Holland streiten lernen" | Taz | Kommentar | 22. Februar 2010


"Gerade weil es in der Bevölkerung eine große Skepsis gegenüber den militärischen Auslandseinsätzen gibt, haben die Interventionsbefürworter sich nie getraut, eine sachliche und ergebnisoffene Debatte zu führen."

http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/streiten-gerade-wenn-man-krieg-fuehrt/

Afghanistan | "Es ist ein Terrorzuchtprogramm"

Todenhöfer über den Afghanistankrieg | Taz | 25. Januar 2010

"Für nichts schäme ich mich mehr als für unsere Beteiligung am Afghanistankrieg", schreibt der Publizist Jürgen Todenhöfer. Er sieht Alternativen zur Kriegspolitik.

"Mit jedem unschuldig Getöteten wächst der Terror nicht nur in Afghanistan, sondern weltweit. In Deutschland muss der Innenminister Terroristen jagen, die der deutsche Verteidigungsminister durch das Töten afghanischer Zivilisten züchtet. Wir betreiben in Afghanistan ein Terrorzuchtprogramm."

"Und es gibt sehr wohl Alternativen zu seiner Kriegspolitik.
1. Präventive Verhandlungen statt präventiver Kriege …
2. Verhandlungen der USA mit den afghanischen Taliban …
3. Schulen statt Bomben …"

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/wir-betreiben-ein-terrorzuchtprogramm/

Guttenberg erklärt den Krieg

mit Käßmann im "sinnstiftenden Dialog" | Taz | 12. Januar 2010

Im Guttenberg-Schloss brennt noch Licht.
Spät gibt der Hausherr Unterricht.
Er muss nach tausend Redeschlachten
nun auch den Kirchenstaat entmachten.

In Rüstung knöpft Karl-Theodor
sich just die fromme Margot vor
und zeigt ihr die erlegte Beute
vom Hindukusch allein von heute.

Stumm hängt die Lutheranerin
am glattrasierten Ritterkinn,
an seinen wohlgeformten Sätzen
zum Hergang von den Kriegsschauplätzen.

Er scheut sich nicht, ein Wort wie "zack"
gepaart mit "Terroristenpack"
in seine Sätze einzuflechten,
und spricht sehr fromm von “Höllenmächten”.

Da wird die Bischöfin ganz klein
und sieht die Sache langsam ein.
Denn schließlich nährt die Kirchensteuer
den Brandschutz vor dem Fegefeuer.

Er reicht ihr Tinte, Blatt und Stift
und bittet um die Unterschrift,
um nächstens auch mit Gottes Segen
die Bergvolkfeinde umzulegen.

Reinhard Umbach

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/die-bischoefin-faehrt-nach-kabul
Man beachte auch die Leser-Kommentare und die Artikel unter "Mehr zum Thema"