Lena im Wunderland

Taz.de | Eurovision Song Contest #esc | 30. Mai 2010



Lena Meyer-Landrut ist, wie es ein britischer Journalist von der BBC formuliert, "a modern German Girl, walking in the wonderland of pop". Lena im Wunderland - von dieser Rolle ließ sich Europa verführen.

Die Begeisterung über den Sieg hielt sich keineswegs in Grenzen. Aus Städten wie Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg und Hannover wurden Autohupkonzerte gemeldet, in den Bars und Kneipen, in denen zum Public Viewing geladen war, schien die Stimmung nach Mitternacht zu perlen. Und die kühlen Norweger? In der Halle selbst wurde die Deutsche während ihres Siegesvortrags von "Lovely Lena, Lena lovely"-Chören begleitet, während die Chanteuse dauernd ihren Text änderte und, beispielsweise, "Das ist verrückt, verrückt, Wahnsinn, verrückt" rappte.

http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/lena-im-wunderland/

Mein Lieblingssong von Lena:

Lena Meyer-Landrut - Mr. Curiosity from squirrel on Vimeo.

Integration | viel besser als ihr Ruf

Taz | 20. Mai 2010


Geht es in der öffentlichen Debatte um die Einwanderungsgesellschaft, wird gerne das Schreckensbild von der gescheiterten Integration beschrieben. Von Schulversagern, Arbeitslosen und integrationsunwilligen Türken ist dann die Rede, von Zwangsheiraten, Parallelgesellschaften und kriminellen Migrantenkids.

Das Jahresgutachten, das der "Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration" [http://www.svr-migration.de] am Mittwoch vorgestellt hat, wirft ein anderes Licht auf den Zustand der deutschen Einwanderungsgesellschaft: "Integration in Deutschland ist, trotz einiger Problemzonen, gesellschaftlich und politisch ein Erfolgsfall. Sie ist im internationalen Vergleich viel besser als ihr Ruf im Land."

http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/viel-besser-als-ihr-ruf/

Faule Argumente gegen hilfreiche Steuer

Taz | Kommentar von Malte Kreutzfeldt | 18. Mai 2010

Mit der Finanztransaktionssteuer ließen sich viele Probleme zugleich lösen

Es kommt selten vor, dass ein politisches Instrument so viele Probleme gleichzeitig lösen kann wie die derzeit diskutierte Finanztransaktionssteuer. Sie würde mit einem Schlag große Summen in die leeren öffentlichen Kassen spülen. Sie würde kurzfristige Spekulation mit Finanzprodukten und Währungen unattraktiver machen und damit die Märkte stabilisieren. Und sie würde den Menschen das Gefühl geben, dass die Politik ihre Handlungsfähigkeit gegenüber den Märkten zurückerobert und die Verursacher der Krisen zumindest anteilig an den Kosten beteiligt.

http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/faule-gegenargumente/

100 gute Gründe gegen Atomkraft




http://100-gute-gruende.de

Ich habe noch einen beizutragen:
Es gibt in Deutschland keine Freiwilligen, die einen hier durchbrennenden Reaktor mit Beton verschließen würden.
Nun gut, die gab es in Tschernobyl auch nicht. Aber wer(?) kann hier wen(?) zwingen? Okay, wir hätten Westerwelles Hartz-IV-Notfallreserve!

Die Gorlebenlüge

Taz | 14. April 2010

Greenpeace hat in den letzten Wochen 12.000 Seiten zu Gorleben durchforstet: Bei der Standortsuche wurde getürkt. Das kann bald jeder Bürger im Netz nachlesen.


"Mathias Edler und andere Atomexperten von Greenpeace haben in den letzten Wochen 12.000 Seiten Kabinettsprotokolle, Vermerke, Studien durchforstet. Edler sagte am Dienstag, es habe "nie" ein offenes Auswahlverfahren gegeben - "Geologische Kriterien spielten eine untergeordnete Rolle". Es ist Mitte der 1970er-Jahre, die Bundesregierung beauftragt die Kernbrennstoff-Wiederaufbereitungsgesellschaft (Kewa), ein "nukleares Entsorgungszentrum" zu suchen. Das niedersächsische Wirtschaftsministerium schreibt am 10. Februar 1976 an die Staatskanzlei: "Aufgrund der von der Kewa überprüften Standortvoraussetzungen ergibt sich … folgende Rangfolge: Börger, Weesen-Lutterloh, Ahlden." Drei niedersächsische Orte - von Gorleben keine Rede."

http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/die-gorlebenluege
http://www.gorleben-akten.de

Alternativen zu Gorleben
Möglicherweise eigneten sich wasserdichte Gesteinsschichten aus Ton besser als der Salzstock in Niedersachsen, um den Strahlenmüll zu vergraben, sagen Geologen. Vor allem süddeutsche Unionspolitiker wehren eine neue Suche aber ab: Tonreiche Schichten liegen im unionsgeführten Bayern und Baden-Württemberg.